Im Anschluss an unsere Vorlesung zu Förderschulen und inklusiver Bildung an der Universität Greifswald fand heute ein vertiefender Workshop mit den Lehramtsstudierenden aus der Vorlesung statt.
Während es in der Vorlesung um die Rahmenbedingungen inklusiver Schulen ging, stand im Workshop die praktische Umsetzung im Mittelpunkt: die individuellen Lernbedarfe von Kindern erkennen – und wie Lehrkräfte im Schulalltag darauf eingehen können.

In der Vorlesung wurde deutlich:
Inklusive Bildung gelingt nicht allein durch schriftliche Konzepte und tolle Vorhaben.
Sie braucht ausreichend Personal, Zeit, Ressourcen – und eine Haltung, die Vielfalt als Normalität versteht.

Der Workshop knüpfte genau hier an und stellte die Frage:
Welche Individualitäten und unterschiedlichen Bedarfe gibt es – und wie kann man ihnen gerecht werden?

Vielfältige Lernbedarfe im Fokus

Gemeinsam beschäftigten wir uns mit Lernbedarfen von Kindern mit ADHS, Lernschwierigkeiten, fehlender oder eingeschränkter Lautsprache und motorischen Beeinträchtigungen.

Selbst erleben, statt nur darüber sprechen

Die Studierenden erarbeiteten und erlebten selbst, wie Unterricht inklusiver gestaltet und worauf geachtet werden kann. Themen waren unter anderem:
• individuelle Pausen und Rückzugsräume
• passende Sitzordnungen
• unterschiedliche Lernmethoden
• flexible Unterrichtsformen
• Raum für unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten

Es wurde deutlich, dass kleine Veränderungen im Schulalltag große Wirkung haben können, aber auch bestätigt, dass Inklusion Ressourcen und die nötige Haltung braucht, damit an diese „Kleinigkeiten“ gedacht werden kann.

Unterstützte Kommunikation im Schulkontext

Julia brachte wichtige Impulse zur Unterstützten Kommunikation ein, denn unterstützte Kommunikation ist nicht nur für einzelne Kinder hilfreich, sondern kann den Unterricht insgesamt verständlicher machen.

Offener Austausch und gemeinsames Lernen

Die Studierenden beteiligten sich aktiv und diskutierten offen. Vielen Dank dafür!

Unser Fazit

Inklusion bedeutet nicht, dass Kinder sich an Schule anpassen müssen, sondern dass Schule sich an Kinder anpasst.

Wenn angehende Lehrkräfte bereit sind und die Ressourcen dazu haben, zuzuhören, auszuprobieren und flexibel zu denken, kann inklusiver Unterricht gelingen.