Am 14. September 2026 war ein besonderer Tag für uns: Unser Dokumentarfilm wurde im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin vor Publikum gezeigt.
Der Film begleitet uns – Julia, Franzi, Mila und Johannes – auf unserem Weg von der Qualifizierung zu Bildungsfachkräften für Inklusion bis zu unserer heutigen Arbeit an der Hochschule Neubrandenburg.
Ein Weg, den viele nicht für uns vorgesehen hatten
Von 2021 bis 2024 haben wir uns im Pilotprojekt „Inklusive Bildung M-V“ zu Bildungsfachkräften für Inklusion qualifiziert.
Wir sind Menschen mit intellektuellen Behinderungen und Lernschwierigkeiten. Einige von uns kamen direkt aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in das Projekt.
Unser Weg war nicht selbstverständlich, denn ein Bildungsweg wie dieser war für Menschen mit Behinderung lange kaum vorgesehen.
Wir sind ihn trotzdem gegangen.
Der Dokumentarfilm von Reiko Zunk und Friederike Witthuhn hat uns während dieser Zeit begleitet. Vom Pilotprojekt in die Hochschule
Mit unseren Bildungsangeboten haben wir bereits mehr als 4.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erreicht.
In unseren Veranstaltungen sprechen wir über unsere eigenen Erfahrungen mit Behinderung, über Barrieren und Ausgrenzung, aber auch über Selbstbestimmung, Teilhabe und darüber, wie Inklusion konkret gestaltet werden kann.
Filmvorführung in Schwerin
Bei der Vorführung im Schleswig-Holstein-Haus konnten wir diesen gemeinsamen Weg noch einmal durchleben.
Rektor Gerd Teschke von der Hochschule Neubrandenburg, Nils Wöbke, Geschäftsführer der Lebenshilfe M-V und Anke Kampmeier, Professorin für Sozialpädagogik und Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, waren bei der Filmvorführung dabei.
Ein besonderer Moment war außerdem der Videogruß von Reiko Zunk und Friederike Witthuhn. Auch wenn sie nicht persönlich vor Ort sein konnten, waren sie auf diese Weise Teil des Abends.
Dann hieß es: Licht aus, Film ab. 🎬
Auf der Leinwand konnten wir unseren eigenen Weg noch einmal miterleben. Der Film wurde mit viel Applaus aufgenommen.
Und wie ging es danach weiter?
Nach dem Film haben Johannes und Mila davon erzählt, was nach dem Ende des Pilotprojektes passiert ist und wie sich unsere Arbeit seitdem entwickelt hat – Denn unsere Geschichte endet nicht mit dem Film.
Im Gegenteil: Für uns hat mit der Anstellung an der Hochschule ein neuer Abschnitt begonnen.
Anschließend gab es einen offenen und anregenden Austausch mit den Beteiligten und den Gästen.
Wir sind stolz darauf, was wir gemeinsam erreicht haben.
Und wir sind dankbar für die Menschen, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben.
Unser besonderer Dank gilt Reiko Zunk und Friederike Witthuhn für ihre filmische Begleitung und dafür, dass sie unsere Geschichte festgehalten haben.
Danke auch an alle, die bei der Vorführung dabei waren, uns zugehört, Fragen gestellt und mit uns diskutiert haben.
Wir werden weiterhin unsere Perspektiven einbringen, Menschen für Inklusion sensibilisieren und uns dafür einsetzen, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich beteiligt werden.
Euer ZEVI Team

