Heute, am 13. August, ist Internationaler Linkshänder*innentag. Seit 1976 wird dieser Tag jährlich begangen – ins Leben gerufen von Dean R. Campbell, der bereits 1975 die Organisation „Lefthanders International“ gründete. Sein Ziel: auf die Bedürfnisse von Linkshänder*innen in einer von Rechtshänder*innen geprägten Welt aufmerksam zu machen. 

Was Linkshändigkeit mit Inklusion verbindet

Auf den ersten Blick scheint das ein kleines, vielleicht sogar lustiges Thema zu sein. Aber es steckt mehr dahinter – und es berührt genau das, wofür wir als Zentrum für Vielfalt und Inklusion jeden Tag stehen.

Nur etwa 10% der Weltbevölkerung sind linkshändig – eine Minderheit, die in einer rechtshändig geprägten Welt oft kreative Umwege gehen muss. Vom Kugelschreiber bis zur Schere, vom Schreibtisch bis zur Computertastatur: Viele Alltagsgegenstände sind für Rechtshänder*innen konzipiert.

Das klingt vertraut. Denn genau das erleben Menschen mit Behinderungen täglich – in einer Welt, die die Mehrheit im Blick hat und alle anderen zu oft vergisst. Räume, Produkte, Systeme und Strukturen, die nicht für alle gedacht sind.

Eine Geschichte der Anpassung

Damals wurden Kinder zum Schreiben mit der rechten Hand gezwungen – oft mit negativen Folgeerscheinungen. Was heute kaum vorstellbar ist, war lange gelebte Realität. Die Botschaft dahinter war dieselbe, die Menschen mit Behinderungen oft zu hören bekommen: Passe dich an. Werde wie die Mehrheit. So bist du nicht richtig.

Heute wissen wir: Linkshändigkeit ist Ausdruck menschlicher Vielfalt. Und genau das gilt für jede Form menschlicher Verschiedenheit – ob Linkshändigkeit, Behinderung oder irgendetwas anderes, das von einer konstruierten Norm abweicht.

Was dieser Tag uns erinnern lässt

Der Linkshändertag lädt dazu ein, innezuhalten und zu fragen: Wie vielfältig ist unsere Welt eigentlich gestaltet? Für wen werden Räume, Produkte und Systeme entworfen? Und wen lassen wir dabei aus?

Für uns ist die Antwort klar: Eine wirklich inklusive Gesellschaft denkt alle mit – von Anfang an. Nicht als Ausnahme, sondern als Selbstverständlichkeit. 💚✊