Inklusion bedeutet nicht nur, über Vielfalt zu sprechen.
Sie bedeutet auch, Kritik ernst zu nehmen und das eigene Handeln zu reflektieren.

Vor einiger Zeit haben wir einen Beitrag über Gebärdensprachdolmetschen auf Konzerten veröffentlicht. Daraufhin erhielten wir eine kritische Rückmeldung aus der Deaf-Community.

Der zentrale Punkt der Kritik:
Der Beitrag stellte hörende Perspektiven in den Mittelpunkt, obwohl es um ein Thema ging, das unmittelbar die Deaf-Community betrifft.

Diese Rückmeldung war für uns ein wichtiger Impuls. Wir haben den Beitrag entfernt und intern reflektiert.

Perspektiven sichtbar machen

Ein wichtiger Grundsatz in der Inklusion bedeutet.

Nicht über uns ohne uns.

Das bedeutet:
Wenn über eine Community gesprochen wird, sollten Menschen aus dieser Community selbst zu Wort kommen.

Desweiteren betonen wir immer wieder: Es ist ok, Fehler zu machen, wenn man Kritik annimmt, Verantwortung übernimmt und dazulernt.

Deshalb möchten wir heute Jana vorstellen.

Jana ist ein gehörloses Mädchen, das Songs in Gebärdensprache interpretiert.
Dabei übersetzt sie nicht nur die Worte eines Liedes.

Gebärdensprachen sind eigenständige Sprachen mit eigener Grammatik und Ausdrucksweise. 

Beim sogenannten „Song Signing“ werden zusätzlich Emotion, Rhythmus und Atmosphäre eines Liedes mit Mimik, Körperbewegung und Gebärden vermittelt.

So entsteht eine visuelle Form von Musik.

Für viele gehörlose Menschen sind solche Performances eine wichtige Möglichkeit, Musik anders zu erleben – über Rhythmus, Bewegung und Ausdruck.

Hier könnt ihr eine Reportage über Jana sehen: https://youtu.be/p5FuqeqUJOU?si=q56592BpyaXLAiMw

Lernen als Teil von Inklusion

Wir verstehen Kritik als etwas Positives – eine Chance zu lernen.

Danke fürs Lesen – Euer ZEVI Team